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Mira

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1

Sonntag, 30. Januar 2011, 23:26

Zucht ohne ZTP möglich?

Hallo zusammen,

mal vorweg:
Wir wollen keine Zucht im üblichen Sinne aufziehen, aber unsere Hündin soll einmal in ihrem Leben Welpen bekommen.

Jetzt weiß ich, daß eigentlich sogar die Hündin nicht unbedingt der Rüde die ZTP ablegen muß. Ich hätte bei unserer Hündin keinen Zweifel, daß sie es nicht schaffen würde... aber meiner Meinung nach ist es schon problematisch, diesen Urtrieb zu vertiefen und dann kann die Hündin anschließend keine Schäfchen mehr hüten.

Gibt es auch eine Möglichkeit, ohne ZTP einen passenden Rüden mit AAH-Papieren zu finden?

LG
Marion

Maik

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2

Montag, 31. Januar 2011, 11:51

Du solltes dich mit deinem Zuchtwart besprechen, alles andere macht keinen Sinn. Denn er weis, wie es der Landesverband handhabt.

Grüsse Maik
Üb wie du kämpfst!

huetehunde-hf.de

Mira

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3

Montag, 31. Januar 2011, 20:58

Hallo Maik,

danke für den Hinweis. Werde mich dann zu gegebener Zeit an den Zuchtwart wenden.
Hat ja noch wenigstens ein Jahr Zeit bis dahin, eher mehr.

LG
Marion

Scout

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4

Dienstag, 1. Februar 2011, 06:58

RE: Zucht ohne ZTP möglich?

Hallo Anne, ich halte meine Schafpudelhündin Paula auch privat und gehöre auch zur AAH Hessen. Auch als Privathalter macht es absolut Sinn, über die ZTP erstens die Gesundheit und zweitens die Veranlagung zum Hüten auf die Probe zu stellen. Ich bin mit Paula diesen Weg auch im letzten Herbst gegangen. Natürlich wird der Trieb "geweckt" so er vorhanden ist. Aber es kommt sehr stark darauf an, wie die Kommunkation zwischen dir und deiner Hündin klappt. Gehorsam ist da nochmal ganz anders gefragt ;-) Paula und mir hat das großen Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt. Wir sind einige Male einen ganzen Tag bei einem Schäfer mit gegangen und haben dann die ZTP abgelegt.

Gerade der Schafpudel sollte, da bin ich überzeugt, nur mit ZTP durch die AAH gezüchtet werden. Es gibt genug Leute, die versuchen, dieses Arbeitstier als "Familienhund" zu propagieren und zu vermehren und nicht wenige dieser daraus entstandenen Geschöpfe landen früher oder später im Tierheim weil die Leute mit dem angeblichen Familienhund nicht klar kommen. Es macht für den Erhalt des Schlages "Schafpudel" ganz und gar keinen Sinn, ihn außerhalb dieser Zuchtrichtlinien zu vermehren. Und nicht jede Hündin muss einmal Welpen gehabt haben... Aber wenn man es richtig angeht hat man bestimmt viel Freude daran.

Liebe Grüße, Martina!

Mira

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5

Dienstag, 1. Februar 2011, 10:35

RE: Zucht ohne ZTP möglich?

Hallo Martina,

danke für die Info. Gesundheitsprüfung ist für uns selbstverständlich, bevor Mira Mama werden kann. Wir wollen eben nur einmail Nachwuchs, weil wir keinen Zuchthund haben wollen, die zig Würfe bekommt, wie das so oft der Fall ist.

Für uns ist Hessen ein bißchen weit, da wir in Köln wohnen. Wir sind dem AAH Hessen beigetreten, weil Mira aus Hessen kommt.

Ich habe hier im Forum auch andere Meinungen gelesen, daß man dann den Hütetrieb weckt und daß das von Nachteil sei, wenn der Hund dann anschließend nicht hüten kann.

Wir suchen hier einen Schäfer in der Nähe von Köln, hatte auch schon im Forum angefragt, aber niemand hat bisher geantwortet. wir haben hier schon häufig Schäfer mit ihren Schafherden gesehen.

Hast Du eine Idee, wer uns weiterhelfen könnte, einen Schäfer zu finden, der auch noch bereit ist, bei der ZTP zu helfen?

LG
Marion

walachin

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6

Dienstag, 1. Februar 2011, 20:00

Ich denke ähnlich wie MArtina, die Altdeutschen -und sicher gerade auch der Schafpudel - sollte nur mit ZTP gezüchtet werden. Die Bedenken nicht unnötig den Trieb zu wecken kann ich verstehen, wobei ich den Eindruck habe, daß vor allem die Menschen Bedenken haben, die ihren Hund noch gar nie an der Herde hatten. Wenn der Hund auch andersweilig gut beschäfrtigt wird (z.B.Nasenarbeit) braucht er nach meinem Dafürhalten die Schafe nicht, auch wenn er im Prinzip gerne dran arbeiten würde.
Wichtig ist doch, daß wir die Eigenschaften de r Hunde erhalten wenn wir züchten wollen, und daß geht eben nur mit geprüften Hunden (oder zumindest wesentlich sicherer).
Wie weit ist denn Duisburg von Euch weg? Oder hast Du mal bei der AAH in NRW nachgefragt ob die Dir jemanden sagen können bei dem Du an de rHerde mitgheen kannst?
Grüße
Christel

Heidi

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7

Mittwoch, 2. Februar 2011, 07:51

Hallo Marion,
es ist vielleicht nicht einfach, einen Schäfer zu finden, der dich mit deinem Hund an seine Herde läßt, da ein fremder Hund die Herde erst mal beunruhigt und die Schafe nicht so gut fressen.
Ich habe einfach den Wanderschäfer bei uns angesprochen, erzählt, dass ich schon einige Hüteseminare besucht habe (ist sicher von Vorteil) und gefragt, ob ich mit meinem Hund bei ihm hüten kann und im Gegenzug meine Mitarbeit (Zäune fahren und umstecken, beim Ziehen Verkehr sichern, Lämmer hinterherfahren, beim Scheren und Ausschneiden zu arbeiten usw.) angeboten.
Dabei durfte ich ganz viel über Altdeutsche Hütehunde, alte Traditionen, die Arbeit mit Schafen und das Wesen der Schafe kennen und lieben lernen.
Und vorsicht, die Arbeit mit Schafen birgt Suchtcharakter, nicht nur für den Hund, mittlerweile habe ich eigene Schafe - für mich, nicht für den Hund :D
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
Platon

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heidi« (2. Februar 2011, 07:56)


Marco

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8

Donnerstag, 3. Februar 2011, 07:18

Moin Marion,

Zitat

Original von Mira
unsere Hündin soll einmal in ihrem Leben Welpen bekommen.

Warum? Biologisch ist es weder notwendig, noch macht es den Hund sonst wie glücklicher, besser, entspannter oder was auch immer.

Zitat

Original von Mira
Wir wollen eben nur einmail Nachwuchs

Warum wollt Ihr einmal Nachwuchs? Zu welchem Zweck?

Zitat

Original von Mira
Gesundheitsprüfung ist für uns selbstverständlich

Warum ist das selbstverständlich und was würdest Du den alles prüfen wollen?

Besten Gruß,
Marco
I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)

Mira

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9

Freitag, 4. Februar 2011, 09:12

Guten Morgen Marco,

wir wollen halt nicht züchten, also keinen Zuchthund im negativen Sinne, aber auch einmal in den "Genuß" kommen, Hundewelpen zu haben. Im übrigen verfügt unsere Hündin über m. E. super Eigenschaften und ein ganz liebes Wesen. M. E. ist es auch biologisch sinnvoll, wenn die Hündin einmal Mama wird.

Gesundheit ist die Voraussetzung a) für die Hündin selbst und b) für die Nachkommen, das gilt auch für den Deckrüden.

Ich würde die nach AAH vorgeschriebenen Gesundheitschecks machen lassen und unseren Tierarzt fragen, ob er darüber hinaus der Meinung ist, daß die Hündin ansonsten gesund ist.

Grüße
Marion

Susanne Zander

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10

Montag, 7. Februar 2011, 21:36

Liebe Marion,

dein Wunsch, den Hund, der dir so sehr am Herzen liegt, zu multiplizieren, ist verständlich und nachvollziehbar.

Aber dafür ist die AAH nicht gegründet worden. Die gute Zusammenarbeit zwischen Nicht-Schäfern und Schäfern bei der Zucht und damit der Erhaltung der Altdeutschen fußt auf dem Verständnis, dass man die Altdeutschen nur dann in der Vielfalt ihrer besonderen Eigenschaften erhalten kann, wenn zumindest die Grundvoraussetzungen der Zuchtrichtlinien in der AAH respektiert werden.

Und dazu gehört nun einmal das Wecken und die Prüfung der Hüteeigenschaften neben dem Nachweis der guten Gesundheit. Anschließend kommt das Bemühen, einen guten, passenden Rüden als Vater für deine Hündin auszusuchen und zuletzt das Nutzen der Kontakte in der AAH, so dass möglichst viele der Welpen wieder in die Hand der Schäfer zurückgehen.

Nur durch die Arbeit der Nachkommen an der Herde kann sichergestellt und nachgewiesen werden, dass "deine Altdeutschen" nichts von ihrem Potenzial eingebüßt haben und du eine gute, sinnvolle Verpaarung im Sinne der AAH und - was das wichtigste ist: dem Erhalt der Schafpudel für die Zukunft vorgenommen hast.

Herzliche Grüße

Susanne

Mira

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11

Freitag, 15. April 2011, 13:42

Liebe Susanne,

genauso wollten wir das auch machen. Hatte auch schon Schäfer hier in der Gegend angesprochen, ob die Hunde ausbilden oder wo man so was machen kann. Diese Schäfer kannten aber die AAH noch nicht einmal. Und von einer Zuchttauglichkeitsprüfung wußten die auch nichts.
Ich habe jetzt aber mit bekommen, daß es Seminare und Ausbildungen gibt. Mit Ziggy werden wir wohl keinen Nachwuchs "züchten", denn sie hat keine Papiere.
Nur, daß ich nicht falsch verstanden werde, wir wollen auf jeden Fall die Grundsätze des AAH einhalten. Es geht uns auch nicht um finanzielle Dinge, ganz im Gegenteil. Diese Altdt. Hütehunde sind alle etwas ganz besonderes.
Ich selbst bin mit einem Mischling groß geworden. Wir wußten nie, was es für ein Mischling war, doch seit ich die Schafpudel kenne, weiß ich, es war ein Schafpudelmischling. Wahrscheinlich war der Papa ein Schafpudel.
LG
Marion

P. S. Hier mein Beitrag vom 07.04.

"Hallo zusammen,

ich kann mich Eurer Meinung nur anschließen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, daß die Altdeutschen Hunde erhalten bleiben. Nie habe ich so besondere Hunde erlebt wie diese.

Es gilt daher, die Aufzeichnungen der Abstammungen, also Stammbäume, im AAH zu unterstützen. M. E. sollte dies sogar erweitert werden, auch Hunde ohne ZTP sollten einen Stammbaum/Abstammungsurkunde erhalten. So würde man zumindest wissen, woher der Hund stammt. Ggf. könnte man dann sogar dubiosen Züchtern das Handwerk legen oder es denen zumindest etwas schwerer machen. Denn Hunde ohne diese Papiere wären dann zumindest finanziell nicht mehr so interessant.

Ob ohne ZTP gezüchtet werden soll/darf, ist noch eine ganz andere Frage. Die Bestimmungen des AAH sehen das derzeit aus gutem Grund nicht vor. Denn es sollen ja insbesondere auch die Charaktereigenschaften der Altdeutschen erhalten bleiben.

LG
Marion"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mira« (15. April 2011, 13:54)