Sie sind nicht angemeldet.

Beiträge: 4

Wohnort: Lena Thiemann

Beruf: Andere Rasse

  • Nachricht senden

101

Mittwoch, 31. Juli 2013, 17:57

Der letzte Beitrag hier ist ja schon ein Jahr her... hat sich bzgl. Röntgen zur Zuchtzulassung etwas geändert??

Ich habe selber einen Hund mit schwerer HD, der fast 15 Jahre alt ist und auf ein langes aufregendes Leben mit wenig Beeinträchtigungen zurückschauen kann.

Nichtsdestotrotz würde ich nicht wissentlich beim nächsten Hund das Risiko für eine schwere HD eingehen wollen....wenn es dann doch passiert, ist es so, aber irgendwie hätte ich ein besseres Gefühl dabei, wenn die Eltern ( und vllt. noch mehr Hunde aus der Linie) HD-frei wären.

LG,
Lena
Lena mit Ronja und Nemo

Susanne Zander

Fortgeschrittener

Beiträge: 225

Wohnort: S Z - LV Nds

Beruf: Altdeutsche Gelbbacke

  • Nachricht senden

102

Samstag, 17. August 2013, 19:09

Da nach Erfahrung der AAH-Vorstände aus den letzten 15 Jahren nach jeder weiteren verbindlichen Zuchtregel die Zahl der züchtenden Schäfer in unserem Verband drastisch schrumpft, bauen wir weiter auf die freiwillige Selbstkontrolle, um die Altdeutschen und die Arbeitsgemeinschaft am Leben zu halten.

Kein guter Schäfer hat ein Interesse daran, kranke Arbeitshunde zu züchten, dazu ist der Aufwand der Ausbildung ist zu hoch. Wenn der Hund nach 3 oder 4 Jahren für die Arbeit nicht mehr zu gebrauchen ist, macht die ganze Zucht keinen Sinn. Und der Ruf ist in Schäfer-Kreisen schnell ruiniert, hier kennt jeder jeden.

Wir hatten ein interessantes Treffen mit der Zuchtbuchstelle, wo unter anderem auch viel über HD diskutiert wurde. Danach bleibt es weiter dem Züchter überlassen, den Hund zu röntgen. Und es bleibt bei dem Welpenkäufer, mit dem Züchter entsprechendes auszuhandeln.

In Niedersachsen hat sich viel getan, da der Landesverband eine Härtefall-Regelung in die Satzung aufgenommen hat, um Schäfern mit wenig Einkommen das Röntgen der Hunde zu bezahlen. Das wurde auch gut angenommen. Desweiteren bitten wir alle Welpenkäufer, etwa ab einem Jahr ihre Hunde röntgen zu lassen und bei einer ZTP vorzustellen, um eine bessere Nachzuchtkontrolle zu bekommen. Die Ergebnisse werden im Zuchtbuch dokumentiert und bei der Sitzung des Bundesverbandes besprochen werden.

An diesen Maßnahmen zeigen mehrere Landesverbände Interesse, so dass ich hoffe, dass sich dieses Vorgehen durchsetzt.

Herzliche Grüße, Susanne Zander