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Angie

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1

Mittwoch, 23. März 2011, 12:30

Border-Fuchs-Mix

Habe vor kurzem gelesen, dass AH`s mit Bordern gekreuzt werden sollen, um von jedem die beste Hüteeigenschaft zu erhalten. Weiß da jemand genaueres?

walachin

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2

Mittwoch, 23. März 2011, 21:00

Da halte ich gar nichts davon! Wie wird es denn bewerkstelligt, daß jeweils nur "die besten" Eigenschaften in der Nachzucht verankert werden? Und die jeweils "schlechten" Eigenschaften - werden in weitern 25% vererbt, dazu jeweils zu 25% die typischen AH Eigenschaften, genauso wie in letzten Viertel aller Nachkommen dann die typischen Border Eigenschaften. Dan hat man also 75 % Eigenschaften in der Nachzucht, die man eigentlich nicht will, und die "Alleskönner" sind dann meist trotzdem nicht so wie man sie sich erhofft hat. Nicht umsonst sind die beiden Arbeitshund-Typen seit Generationen in der jeweils ihnen eigenen Fähigkeit weiterentwickelt worden.
Lieber für eine Rasse entscheiden, meine ich!
Grüße
Christel

Angie

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3

Donnerstag, 24. März 2011, 06:27

Möcht hier nur kurz was "richtig" stellen: auch ich halte nichts von dieser Idee und als ich das las, haben die "Alarmglocken" bei mir geläutet.
Wollte nur nachfragen, ob jemand weiß, ob dies wirklich eine Überlegung sei?!
Die Frage der "besten Hüteeigenschaften" hab ich mir ebenfalls gestellt - da ich einen Fuchs aber noch nie hüten sah und nur vom Border reden kann - bin ich dahingehend ein Laie.
LG

walachin

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4

Donnerstag, 24. März 2011, 21:32

Diese Art Verpaarung (egal ob Fuchs oder andrer AH) wird ja immer mal wieder gemacht, sicher mit der Hoffnung einen Hund für alle Fälle dadurch zu bekommen. Aber ich wüsste nicht, daß da generelle Überlegungen /Planungen im Gange wären, dies im größeren Stil als im Einzelfall durchzuführen. WEnn, dann sollten wir versuchen uns einzumischen, oder?
Grüße
Christel

Angie

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5

Montag, 28. März 2011, 06:06

Zitat

Original von walachin
WEnn, dann sollten wir versuchen uns einzumischen, oder?
Grüße
Christel


Bin dabei !

fistel

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6

Montag, 28. März 2011, 15:17

Habe vor kurzem einen alten Senior-Schäfer getroffen und er hatte seinen inzwischen 10-jährigen Hund dabei. Da ich ihn nicht zuordnen konnte, hab`ich halt mal nachgefragt - die Antwort war:

"Nunja... der Vater war ein Altdeutscher, aber kein ganzer mehr (er bevorzugte immer AHxDSH) und die Mutter war Border-Collie. Der war schon ein guter Hund, aber jetzt im Alter kann er halt nicht mehr so..."

Ich kenne noch mehrere solcher Mixe und bin mir sicher, dass die Vorgänger vieler heutiger AHs auch Einkreuzungen aufwiesen. Nicht sicher bin ich mir bei der Frage, ob ein "Vorgehen" gegen solche Maßnahmen wirklich dem Erhalt der AHs dienlich wäre....

Gruß
Daniel
Wer Rächtschreipfeler ,finden tut oder falschä kommas kan, sie behaltän!

Angie

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7

Dienstag, 29. März 2011, 07:13

ich kann hier nur von meiner position sprechen. ein border wurde hier bei uns zum sog. "modehund" - was der rasse a) gesundheitlichen nachteil verschaffte und b) der name auch nicht mehr für qualität bürgt (jeder musste plötzlich einen border haben, egal ob man mit ihm umgehen konnte oder nicht - somit erlangte er hier teilweise auch einen schlechten ruf, da es schon mehrere beissvorfälle gab. und wir wissen alle, was medien aus solchen geschichten machen - zumindest derzeit bei uns so)
ob ein AH-Border-Mix für schäfer tolle ergebnisse bringt (bringen würde), weiß ich nicht. aber hier in den falschen händen, bringt das sicher nichts. in wien gibt es keine schäfer mehr, gerade 1-2 personen, welche das hüten von schafen ausserhalb von wien für privatpersonen noch anbieten.
klar, jede rasse entstand irgendwann durch einkreuzen von anderen rassen - aber für den "otto-normalverbraucher" ist solch eine kreuzung sicher nicht notwendig.
wir "normalverbraucher ohne schafe" haben schon genug damit zu tun, einen border oder einen ah sinnvioll und ausgiebig auszulasten.
dazu muss ich viell noch folgendes sagen: ich habe mit meinem kauf eines fuchses hier in wien drei leute "angesteckt". die sahen den welpen und meinten: "der ist süss, den will ich auch haben". alles dagegen reden meinerseits nutzte genau gar nichts. zwei davon haben jetzt grosse probleme mit ihren hunden, der dritte ist halbwegs ok. und wenn ich mir dies jetzt noch verpaart mit border vorstelle ...
ich hoffe, du kannst nachvollziehen, was ich damit meine. wie oben schon erwähnt, ich kann nur von meiner position und meinen erfahrungen sprechen.
und hier wird der ah auch sicher bald in "mode" kommen, denn alle sehen in diesen schlägen "neues potential" für agility. mit diesem wissen erzähle ich allen leuten, die mich auf die rasse anreden, dass es sich bei meinem hund um einen mischling handelt ;-)

lg angelika

Rolf

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8

Freitag, 1. April 2011, 19:06

RE: Border-Fuchs-Mix

Hallo Angie,

von solchen Versuchen halte ich nicht sehr viel.Sowohl der Border wie auch die div Altdeutschen wurden in verschiedenen Kulturen für unterschiedliche Einatzzwecke gezüchtet, und das seit Jahrhunderten.
Klar, Schafe hüten können beide Hunde, die Borders halt 200, die Aldeutschen 2000.
Diese Zuchtauswahl sorgt natürlich auch für sehr starke Unterschiede im Charakter.
Wenn nun jemand meint, aus beidenn Hunden so etwas züchten zu müssen, wie eine "eierlegende Wollmilchsau", wird er leichte Probleme bekommen.
Schauen wir uns doch einfach mal die Genetik an.
Bei einem 8-er-Wurf, also F1, werden vielleicht 2 Welpen die gewünschten Eigenschaften haben. Was ist mit den restlichen 6 ?
Diese Welpen wären sicher für Schäfer untauglich und auch sonst nicht vermittelbar, da sich auch die negativen Eigenschaften in weiteren 2 Welpen verstärken werden. 4 Welpen bleiben noch, die können so oder so sein, aber wer will das bei einem Welpen schon mit Sicherheit beurteilen? Ich könnte es nicht. Also, was damit anfangen? Tierheim? Totschlagen?
Dazu kommt noch, dass die Gründung einer neuen Rasse einen möglichst grossen Genpool benötigt, um die durch Inzucht enstehenden Probleme zu vermeiden. Das hiesse dann, vielleicht 1000 Altdeutsche mit 1000 Borders zu kreuzen. 8000 Welpen, davon 6000 Abfall.
Es geht auch anders: Man kann über viele Generationen hinweg mit Inzucht kreuzen. Die Erbkrankheiten werden sich in den ersten Generationen massiv verstärken, aber dann irgendwann nachlassen.
Sie bleiben aber immer in der Rasse.
Was ist mit dem "Abfall"? Tot..........
Ein prominentes Beispiel einer solchen Qualzucht ist in meinen Augen der deutsche Schäferhund.
Wir als Halter Altdeutscher Hunde sollten froh sein, und userem Schöpfer danken, dass wir die vielleicht besten Hunde Deutschlands halten dürfen.
Ich habe mit einer Vermischung noch ein Problem. Unsere Hütehundschläge sind sehr selten und stehen auf der roten Liste.
In meinen Augen haben wir als Halter die Pflicht, diese Hunde zu erhalten.
Sei es als Genreserve für die aus Geldgier kaputtgemachten VDH-Rassen, oder aber als deutsches Kulturgut.
Liebe Grüsse
Rolf
Rolf Hartwig

Mira

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9

Mittwoch, 6. April 2011, 23:35

Hallo zusammen,

ich kann mich Eurer Meinung nur anschließen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, daß die Altdeutschen Hunde erhalten bleiben. Nie habe ich so besondere Hunde erlebt wie diese.

Es gilt daher, die Aufzeichnungen der Abstammungen, also Stammbäume, im AAH zu unterstützen. M. E. sollte dies sogar erweitert werden, auch Hunde ohne ZTP sollten einen Stammbaum/Abstammungsurkunde erhalten. So würde man zumindest wissen, woher der Hund stammt. Ggf. könnte man dann sogar dubiosen Züchtern das Handwerk legen oder es denen zumindest etwas schwerer machen. Denn Hunde ohne diese Papiere wären dann zumindest finanziell nicht mehr so interessant.

Ob ohne ZTP gezüchtet werden soll/darf, ist noch eine ganz andere Frage. Die Bestimmungen des AAH sehen das derzeit aus gutem Grund nicht vor. Denn es sollen ja insbesondere auch die Charaktereigenschaften der Altdeutschen erhalten bleiben.

LG
Marion