Top-10-Fragen

ein Beitrag von Susanne Zander,
Schriftführerin des Bundesverbandes und
1. Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen

Liebe Besucher,

 

seit 11 Jahren engagiere ich mich nun für die Altdeutschen Hütehunde und die AAH.
Die Zusammenarbeit mit den Aktiven in der Arbeitsgemeinschaft zeichnet sich für mich dadurch aus, dass auch recht unterschiedliche Meinungen vertreten und toleriert werden können, solange dadurch das gemeinsame Ziel, die Zucht und Erhaltung der Altdeutschen Hütehunde, nicht behindert wird. Nur durch diese Offenheit und Flexibilität war es der AAH möglich, so viele Schäfer mit ihren Hunden dauerhaft für die Arbeit der AAH zu gewinnen.

 

Diese Liste der „TOP TEN” ist eine Sammlung von Fragen, die regelmäßig seit Jahren an mich in meiner Funktion als Schriftführerin der AAH heran getragen werden. Die Antworten, die hier zu lesen sind, sind vielleicht nicht in jeder Einzelheit die Antworten „DER AAH”, aber Stimmen aus den Vorständen der Landesgruppen, die von mir zusammengetragen und zu – hoffentlich hilfreichen – Antworten zusammengefasst wurden.

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht S. Zander!


2. Warum strebt die AAH keine FCI-Anerkennung ihrer Schläge an?10.03.2013

Die AAH hat sich 1987 gegründet als eine Gemeinschaft von Schäfern, die mit Sorge das Verschwinden der klassischen deutschen Hütehunde an ihren Herden beobachteten. Das Ziel war und ist, durch einen besseren Kontakt untereinander, die Meldung von Zuchthunden und Würfen und durch regelmäßige Treffen und Hüteveranstaltungen und die Schulung von Zuchtwarten einen Austausch von Hunden zu ermöglichen und eine gemeinsame gesunde Zuchtbasis zu schaffen. Es ging und geht darum, ohne große Einschränkungen und Reglements den bisherigen Bestand von Altdeutschen in allen Varianten zu erhalten. Qualität und Arbeitseigenschaften der Altdeutschen Hütehunde sollten und sollen nicht durch das Einkreuzen anderer Rassen von Hütehunden verwässert und gefährdet werden.


Was unbedingt vermieden werden sollte und soll, ist eine Reglementierung im Bezug auf äußere Merkmale, um zu verhindern, dass gute Arbeitshunde vielleicht nicht mehr zur Zucht zugelassen werden, weil sie dem Größenstandard nicht entsprechen, die Zeichnung nicht stimmt oder die Rute zu kurz ist.
Die Mitglieder der AAH engagieren sich seit 20 Jahren für die Erhaltung der Schläge der Altdeutschen Hütehunde und sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Im Rahmen der Möglichkeiten der Mitglieder wurde die Zucht der verschiedenen Schläge in allen Teilen Deutschlands gefördert und die Hunde sind ebenso gesund und eifrig wie vor 20 Jahren. Und dies ist das Ziel, das die Mitglieder der AAH über die Jahre und die Ländergrenzen hinweg vereint hat und auch noch heute eint.
Die AAH hat in Maßen durchaus Interesse daran, die Schläge der Altdeutschen über den Berufsstand der Schäfer hinaus in der Gesellschaft zu verbreiten. Altdeutsche Hütehunde in Privathand stellen eine wichtige genetische Reserve für die zukünftige Zucht dar und bewähren sich seit Jahren in ganz unterschiedlichen Sparten des Gebrauchshundewesens. Eine Aufteilung der Schläge in Arbeits- und Familienlinien wie bei anderen Gebrauchshundrassen bereits praktiziert, würde der Arbeit der AAH aber keine Vorteile bringen. Die Beobachtung der Entwicklungen bei allen anderen Hütehundrassen zeigen, dass mit der Anerkennung durch VDH oder FCI und der Aufspaltung in Familien- und Arbeitslinien ein Verlust von Arbeitseigenschaften und Gesundheit einhergehen.
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