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Maik

Fortgeschrittener

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21

Sonntag, 10. April 2011, 10:50

Hallo Anne,
es gibt Schäfer die aus irgend welchen Gründen mit der AAH nix zu tun haben möchten. Das heisste aber nicht das die Kollegen schlechte Hunde haben im gegenteil, ich habe dort schon Hunde gesehen die richtig gute Arbeit geleistet haben. Wenn ich mich mit den Kollegen unterhalte höre ich immer. " Papiere hüten kein Vieh und machen es auch nicht satt". Wenn wir es genau betrachten haben sie Recht. Nein. man kann niemanden zwingen einem Verein beizu tretten. Und auch nicht das man seine Hunde verpaart, wenn sie keine Papiere haben.
Ich meine man sollte seine Welpen nicht jeden geben. Eine Auswahl der Käufer getroffen werden, damit man sich etwas sicher sein kann das die Welpen auch gut auf wachsen. ABER EINE GARANTIE HAT MAN NIE!!!!

Was kann man tun?

Grüsse Maik
Üb wie du kämpfst!

huetehunde-hf.de

Marco

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22

Montag, 11. April 2011, 10:15

Moin zusammen,

so, wie es nun klingt (Dagmar, Maik), frage ich mich welchen Zweck dann die AAH hat, bzw. welche Erfolgsaussichten sie bei der Verfolgung ihrer Ziele haben wird?

Besten Gruß,
Marco
I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)

walachin

Schüler

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23

Montag, 11. April 2011, 21:15

Man kriegt doch nie alle unter einen Hut, erst recht keine Schäfer und Hundehalter auch nicht. Die AAH hat natürlich ihren Sinn, sowohl für Schäfer als auch für Private. Wer möchte kann darüber von geeigneten Deckpartnern erfahren und Private machen - wenn sie denn züchten - immerhin die ZTP mit dem Hund, was ja zumindest schon mal einen kleinen Eindruck vonder Qualität des Hundes gibt.
Da wollen wir sie nicht aussterben lassen, aber zu bekannt sollen sie auch nicht werden - sind sie dann nicht mehr so exklusiv? Klar sollen sie in die passenden Hände und das ist auch gar nicht so einfach - Schäfer wollen nicht von Privaten nehmen und wenn doch, dann wollen die Privaten sie nicht an die Schäfer geben weil sie dann im Zwinger und nicht im Wohnzimmer sitzen.

In Tierheimen wir das sehr unterschiedlich gehandhabt, finde ich, entweder ist jeder Schwarze langhaarige Hund ein Altdeutscher oder das andere Extrem das ganz typische Altdeutsche (sogar vom Schäfer) als Mischlinge von Gottweisswas bezeichnet werden - das ist auch nicht besser.
Die Altdeutschen scheinen mir gerade auf einem kunterbunten Pfad zwischen Modehund und langsamen Verschwinden zu sein und wir Fans der AHs sind auch ein kunterbunter Haufen mit jeweils eigenen Vorstellungen. Ist vielleicht gar nicht der allerschlechteste Weg...???
Grüße
Christel

hüterin

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24

Montag, 11. April 2011, 21:31

"
So heißt es dann auch in der Präambel der Satzung des Bundesverbandes der AAH:
Die Arbeitsgemeinschaft zur Zucht Altdeutscher Hütehunde, im folgenden AAH genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erhaltung der zum Teil vom Aussterben bedrohten deutschen Hütehundschläge zu fördern. Betreut werden die Hundeschläge, die bei Berufsschäfern unter der Bezeichnung Altdeutsche Hütehunde zusammengefasst werden und keinem anderen Zuchtverband angehören. Das Aussehen der Hunde ist bei der Zucht im Sinne der AAH von untergeordneter Bedeutung, in erster Linie sollen die Altdeutschen Hütehunde als Arbeitshunde an der Herde erhalten werden. Gefördert werden sollen das Wesen der Altdeutschen Hütehunde, die Gesundheit, der Hütetrieb, die Robustheit und Wetterfestigkeit, die Ehrlichkeit sowie der Arbeitswille und die Ausdauer an der Herde. Mit Herde ist in erster Linie eine Schafherde gemeint, es kann aber auch eine Kuh-, Schweine-, Ziegen- oder Gänseherde sein. Es gibt für die Zucht im Sinne der AAH keinen Rassestandard, dem die Schläge entsprechen müssen. Dennoch ist es der AAH wichtig, die regionalen und landestypischen Schläge der Altdeutschen Hütehunde in ihrer Vielfalt und größtmöglichen Reinheit zu erhalten."

Was denke ich jedem klar ist, wird es die AAH solange geben wie es noch Schäfer gibt die die Altdeutschen Hütehunde bei der täglichen Hütearbeit einsetzen.
Und wenn die Schafherden immer mehr zurückgehen, sterben mit den Schäfern auch die Hunde immer mehr aus.
Ich bin dankbar mit meinen Altdeutschen täglich die Schafe hüten zu können , und möchte das auch noch weitere lange Jahre ausüben .
Es ist so wie Christel schreibt: man kriegt nie alle unter einen Hut!
Grüße Anne
Achte den Hüter der Herde, wenn du willst, dass die Schafe in Frieden leben. (Sokrates)

Maik

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25

Dienstag, 12. April 2011, 20:05

Hallo Christel,

:respekt: besser kann man es nicht ausdrücken.

Grüsse Maik
Üb wie du kämpfst!

huetehunde-hf.de

Pferdebauer

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26

Donnerstag, 14. April 2011, 03:45

Das entscheidende für die Erhaltung der AH ist, dass sie weiterhin von Leuten, die Weidetiere halten eingesetzt werden. Und dafür müssen sie diesen Leuten auch bekannt sein. Da gibt es nach meiner Erfahrung bei Rinder/Kuhhaltern noch grosse Defizite.
Ich hätte vor 3 Jahren, als bei mir die Idee keimte mir beim Kühetreiben von einem Hund helfen zu lassen, beinahe einen BC oder Aussi gekauft, einfach weil ich AHs nicht kannte. Und dass obwohl ich schon 25 Jahre lang in Deutschland auf x- verschiedenen Höfen mit Milchkühen gearbeitet hatte. Aber da wurde nirgends ein Hund zum Hüten eingesetzt. Wenn überhaupt jemand einen Hütehund hatte, dann einen BC, denn die sind viel mehr in Mode.
Ich hoffe, dass sich das in meinem Bekanntenkreis ändert, wenn ich mit meiner Hündin züchte, denn Nachfragen von Berufskollegen habe ich schon einige. Ab und zu mal ein Bericht über AHs in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften ( von Lebendiger Erde bis Top agrar) wären da vielleicht auch ganz hilfreich.
Übrigens, was ELISCHKA zu Deckrüden mit nachgewiesener Hütetauglichkeit sagt, kann ich nur bestätigen.
Soweit
Markus

hüterin

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27

Donnerstag, 14. April 2011, 21:38

"Ab und zu mal ein Bericht über AHs in Landwirtschaftlichen Fachzeitschriften ( von Lebendiger Erde bis Top agrar) wären da vielleicht auch ganz hilfreich."

Das stimmt wohl, in der Schafzucht, Bauernzeitung kann man schon mal was über AH lesen,
aber es gibt ja noch so viele andere LWS Fachzeitschriften.

Es müßte sich nur jemand finden der einen Bericht über die AH verfasst! :denk:
Achte den Hüter der Herde, wenn du willst, dass die Schafe in Frieden leben. (Sokrates)

Marco

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28

Freitag, 15. April 2011, 07:20

Moin Markus,

Zitat

Original von Pferdebauer
Das entscheidende für die Erhaltung der AH ist, dass sie weiterhin von Leuten, die Weidetiere halten eingesetzt werden. Und dafür müssen sie diesen Leuten auch bekannt sein.

Das ist das eine und wahrscheinlich auch das Wichtigste. Damit aber der Genpool groß genug bleibt, braucht es m.E. auch ein klares Bekenntnis dazu, die AH in Privathand abzugeben. Das die Abeitsfähigkeit bei so einem Schritt nicht verloren gehen muss, sieht man an den BC's. Die negativen Folgen kann man natürlich auch an den BC's sehen, was aber nicht bedeuten muss, dass man diesen Schritt nicht geht. Es kann eigentlich nur bedeuten, dass man da lernt und die Fehler vermeidet. Interesse an leistungsfähigen Hunden haben z.B. auch die Hundesportler und auch wenn man das mit einer gewissen Vorsicht angehen sollte die AH's als Sporthunde zu "verkaufen", so ist das womöglich ein notwendiger und gangbarer Weg, um mehr Menschen mit "Interesse" an arbeitsfähigen und nicht nur schönen Hunden zu haben. Das muss ja auch mitnichten einen Verzicht auf die/eine ZTP nach sich ziehen.

"Nach uns die Sintflut" ist in Bezug auf die AH vielleicht nicht die richtige Einstellung. Wenn ich Dagmars - und Du bestättigst das ja auch - Aussagen richtig verstehe, dann steht den AH's das Wasser schon längst bis dan den Hals.

Besten Gruß,
Marco
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Svenja

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29

Freitag, 15. April 2011, 21:02

Interessante Diskussion !

Ich bin der Meinung, dass Altdeutsche nicht so leicht zu Modehunden werden wie z.B. die Aussies oder Borders. Da wundert es mich immer wieder, in anderen Foren hat jeder Jüngere zwischen 16 und 30 Jahren einen Aussie. Aussies sind "In" und schick. Kunderbunte Plüschkugeln, mit den tollsten Farben, darauf fahren die Leute ab.

Was ich jedoch von meinen Erfahrungen mit meiner Jenna berichten kann:
Alles wollen sie haben. Alle. Es ist wahnsinnig nervig manchmal, wenn man permament von Leuten angesprochen wird, welche Rasse das denn wäre. Viele Menschen suchen gerade einen Hund für sich und finden Jenna einfach perfekt. Gestern beim Agility wieder. Eine neue, Mutter mit Sohn und Bauernhof Border Collie mit was auch imer Wurf. Die war so begeistert von Jenna und musste gleich allen Bekanten von ihr erzählen :rolleyes:
Ich werde bestimmt 2 mal die Woche nur deswegen angesprichen, wenn wir unterwegs sind meist noch öfter. Wenn es mehr "Jenna´s" gäbe, wäre der AH sicher ein Modehund....die negativen Seiten wollen die meisten Leute mir nicht abnehmen. Wie kann so ein süßer, kleiner Hund denn Probleme machen? Geht doch nicht !
Aber Modehund ? Ich hoffe es nicht und glaube momentan auch nicht dran.

offtopic @ Dagmar
Wo gibts denn Kelpie-Baby-Bilder zu gucken ? :sorry:
LG
Svenja mit Füchsen Jenna

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Svenja« (15. April 2011, 21:02)


Svenja

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30

Freitag, 15. April 2011, 21:05

Zitat

Für Agilityfreaks sind die AAH's i.R. zu langsam


Ehm, du hast wohl die falsche Variante erwischt :aetsch:
LG
Svenja mit Füchsen Jenna

Susanne Zander

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31

Freitag, 15. April 2011, 23:27

Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es den Altdeutschen an Geschwindigkeit mangelt für Agility, aber so ganz die optimale Hundesportart ist es durch den permanenten hohen Triebstau auch nicht.

Der entlädt sich dann schnell mal in unerwünschte Richtungen. Die Ausbildung erfordert einfach ein höheres Maß an Rücksicht auf das Temperament der Altdeutschen und eine andere (meist deutlich anstrengendere) Ausbildung, da machen es einem die Border leichter.


Herzlichen Gruß

Susanne



P.S.: Keine Kelpie-Babies bei Dagmar.

Muecke

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32

Samstag, 16. April 2011, 07:09

Was die Ausbildung zum Hundesport betrifft, kann ich nicht mitsprechen, aber im Großen und Ganzen finde ich nicht, dass die Ausbildung der AAH schwieriger ist als die bei Bordern. Im Gegenteil; je nach Hund finde ich einen durchschnittlichen AAH sogar wesentlich angenehmer auszubilden.

Meiner eigenen Erfahrung - ich spreche jetzt von Hunden, sie ich selbst ausgebildet habe - sind die Border zwar schneller von Begriff, aber manchmal auch derart übereifrig, dass sie sich selbst beim Lernen im Wege stehen. Unruhige Geister, denen nichts genug schnell genug gehen kann. Oder aber es sind (waren) ziemliche Dickköpfe, denen man sehr deutlich zeigen musste, dass bestimmte Dinge SO nicht erwünscht sind.

Bei den von mir ausgebildeten AAH war eine andere Grundtendenz erkennbar: etwas schwerfälliger im Kopf, aber dennoch ruhiger und konzentrierter. Was die Ausbildung langsamer, aber konstanter und entspannter machte. Wenn das Gelernte saß, dann saß es und es konnte immer wieder abgerufen werden, ohne dass der Hund plötzlich meinte, eine selbst kreierte Variante abrufen zu müssen. Beiden gemeinsam war dann aber, dass nach einiger Zeit vom Hund selbstständig Problemlösungen gefunden wurden und selbstständig gehandelt werden konnte, ohne dass ich intervenieren musste.

Wenn ich mir das so überlege - OHNE Ahnung vom Agi zu haben oder das zu betreiben - müsste doch der durchschnittliche AAH vielleicht etwas langsamer sein, weil er nicht ganz so wendig ist als ein kleiner Border, aber dafür eher Nullerläufe machen, weil er sich dabei nicht so aufregt und konzentrierter arbeitet, oder?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Muecke« (16. April 2011, 07:11)


Marco

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33

Samstag, 16. April 2011, 10:02

Moin zusammen,

ich muss zugeben, dass ich natürlich auch nicht den riesigen Erfahrungsschatz habe, was die AAH's im Hundesport angeht. Es gibt ja auch gar nicht so viele zu sehen (zumindest in meiner Gegend), als das man da ein objektives Bild erhalten könnte. Die, die ich kenne, sind schon recht gut und ich bezweifele auch nicht, dass einige wirklich schnell sein können, wie ja auch manche Border langsam sein können.

Meine eigenen Versuche im Agility habe ich zwar wieder eingestellt, aber das hatte nix damit zu tun, dass Klara langsam wäre oder sie da nicht ausbildbar wäre. Im Gegenteil! Sie hat da super konzentriert und schnell, ohne überzureagieren gearbeitet. Das lies sich so gut an, dass ich das Talent hätte richtig fördern müssen und dazu fehlt mir leider die Zeit. Darum konzentriere ich mich im wesentlichen auf Obdience und mache höchstens noch THS als Ausgleich. Klara ist also keine "falsche Variante"! :zwinker:

Wenn ich die Arbeits- und Lernweise von Klara mit denen der Border auf unserem Platz vergleiche, dann würde ich nicht sagen, dass Klara schwerfällig im Kopf wäre. In gewisser Weise ist sie das genaue Gegenteil: Sie "weiß" eigentlich immer recht schnell, was von ihr verlangt wird. Allerdings verknüpft sie dabei auch sehr viele Details, die eigentlich nichts mit der Sache zu tun haben. Wenn man mit ihr Dinge mehrfach an einem Ort übt, dann gehört dieser Ort auch gleich mit zum erlernten. Macht man zweimal "Platz aus der Bewegung" an der gleichen Stelle oder mit der gleichen Schrittzahl vorneweg, dann legt sie sich beim dritten Mal genau an dieser Stelle oder nach der Anzahl Schritten, auch wenn man sie nicht dazu aufgefordert hatte. Sie "weiß" eben, was zu tun ist! :aetsch:

Für mich bedeutet das, dass ich mit höchster Konzentration in der Aufbauphase die Dinge planen muss, damit sich Klara kein falsches Bild macht. Einmal "Gewußtes" ist recht schwer wieder aus dem Hund herauszubekommen. Das mag man Dickköpfigkeit nennen, aber ich denke wirklich, dass es mehr damit zu tun hat, wie schnell und intensiv diese Hund manches lernen.

Besten Gruß,
Marco
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Muecke

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34

Samstag, 16. April 2011, 14:53

Ich meinte mit "schwerfälliger im Kopf als ein Border" nicht im Sinne von stumpf oder tranig - ich versuche es mal anders zu erklären, vielleicht wird klarer, wie ich es meine.

Der Hund lernt Platz aus der Bewegung. Dazu einige andere Dinge. Der AAH macht Platz und wartet, was jetzt zu tun ist. Der Border macht Platz und bietet gleich darauf das erlernte sonstige Repertoire an nach dem Motto: Und was willst du jetzt? Das? Oder das? Oder guck mal - ich kann auch noch das...."

Wobei es wie bei jeder Rasse natürlich auch Kandidaten gibt, die nach dem Motto leben :"Ach - rede du nur....ich mache doch mein Ding..." :D

Svenja

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35

Samstag, 16. April 2011, 16:22

Zitat

P.S.: Keine Kelpie-Babies bei Dagmar.

Schade. Trotzdem alles Gute für die Kleinen.

Ich hatte zwar selbst nie einen Border, aber ich behaupte mal, dass man allgemein nicht sagen kann, das der eine leichter auszubilden ist als die andere Rasse. Jeder Hund ist doch immer noch unterschiedlich. Ich kenne Borders, die es ihren Besitzern leicht machen und auch relativ "ruhig" im Kopf sind, das heißt, sie schmeißen nicht permanent ihr ganzes Repertoire auf den Tisch.
Das widerum kann mein Fuchs ausgezeichnet.

Zitat

müsste doch der durchschnittliche AAH vielleicht etwas langsamer sein, weil er nicht ganz so wendig ist als ein kleiner Border, aber dafür eher Nullerläufe machen, weil er sich dabei nicht so aufregt und konzentrierter arbeitet, oder?

Bei den Border gibt es wirklich so "Geschosse", die man besser nicht auf den Agi Parkour lpslässt, weil die sich fast umbringen. Und dadurch gerne auch mal Fehler machen. Aber auch das kann mit einem Altdeutschen sein. Ich habe bisher nur einen Fuchs (außer meinen natürlich) beim Agi live gesehen und der war rasend schnell und fehlerlos und wendig wie ein Border. Auch relativ klein wie meiner. Unter 50 cm und unter 16 kg.
LG
Svenja mit Füchsen Jenna

biber

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36

Sonntag, 17. April 2011, 13:47

AH sind eben regional und auch individuell sehr unterschiedlich. Deshalb sind pauschale Aussagen wie "sind langsamer und weniger wendig als BC" kritisch zu betrachten. Ein 68cm Südd.Strobel wird andere Bewegungsabläufe zeigen als eine federleichte Mitteld. Fuchshündin mit 50cm

Marco

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37

Sonntag, 17. April 2011, 14:41

Moin zusammen,

das war mir gar nicht bewusst, dass die Größen so verschieden sind. Klara ist 54cm groß und ich fand sie nun nicht zu groß. Kann man da was über regionale Verteilung sagen? Ist das Zufall oder hat das "Hütegründe"?

Besten Gruß,
Marco
I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)

Svenja

Schüler

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Wohnort: Svenja Jantos

Beruf: Altdeutscher Fuchs

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38

Sonntag, 17. April 2011, 17:51

Soweit ich weiß hat die Größe keine "Hütegründe", aber da eben auf Hüteleistung gezüchtet wird, rutschen eben mal zierliche und mal größere Hunde durch.
Die Größe ist was die Hüteleistung angeht sekundär.
LG
Svenja mit Füchsen Jenna

Heidi

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Beruf: Altdeutscher Fuchs und Süddeutsche Schwarze

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39

Sonntag, 17. April 2011, 17:59

Meines Wissens ist der Größenunterschied wirklich begründet.
Die Süddeutschen und Strobel sind mit mindestens 65 cm und mehr, um einiges größer als die meisten Füchse oder andere Mitteldeutsche ( um 55 cm), da die Schäfer - jedenfalls in unserer Region - Nackengriff bevorzugen und dazu braucht´s "richtig große" Hunde.
Bei den großen Fleischschafen (80 - 120 kg) könnte meine Füchsin ein flüchtendes Schaf eigentlich schon gar nicht in den Nacken greifen, ohne auf das Schaf zu springen.

Zusätzlich scheint es wohl auch so zu sein, dass die "Kleinen" i.d.R. mehr laufen (scherzhaft betitelt als "kloane Furchnflitzer" :D), was die Schäfer hier gar nicht so sehr schätzen (evtl. unnötige Beunruhigung der Herde), es wohl auch eher weniger brauchen (z.B. in hügeligem oder gar steilem Gelände), somit werden hier eher größere, schwerere und damit ruhigere Hunde bevorzugt.
Zur regionalen Verteilung findet man unter der Beschreibung der Schläge ausführlicheres.
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
Platon

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heidi« (17. April 2011, 18:12)


fistel

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40

Sonntag, 17. April 2011, 18:16

Von Stephanitz schreibt schon vor 200 Jahren, dass sich die Hunde der deutschen Schäfer in zwei Gruppen aufteilen lassen. Das Originalzitat zu suchen ist mir heute zuviel Aufwand, aber sinngemäß teilt er sie so ein:

1. Hunde aus dem Süden, eher groß und mit raumgreifenden Schritt, die in seinen Augen weniger "arbeitseifrig" sind, wenn sie aber dann mal zupacken, auch gleich heftig schütteln.
2. Die andere Variante (Osten und Norden) beinhaltet kleinere Hunde mit flinkem Gang und sehr arbeitseifrig.

Da hat sich bis heute nicht viel verändert, wenn ich mich so umsehe. Im Süden sehe ich große Hunde, die selten Furche laufen. Die Schäfer sagen gerne Sätze, wie "Was soll ein Hund auch in der Furche, wenn die Schafe grad nicht direkt dort sind?!" oder "Läuft er weniger, hält er länger."
Auf die Frage nach der Größe, bekam ich schon oft die Erklärung, dass ein Hund doch "oben am Schaf anpacken" soll und sich bei der Größe der Merinos dafür eben nur große Tiere eignen. (Hunde, die unten am Schaf anpacken, werden selten alt....)

Für mich sind - soweit ich bisher Beispiele sammeln konnte - das auch wirklich zwei unterschiedliche Hundetypen... auch wenn sie hier wie dort Fuchs, Tiger oder Pudel heißen.

:prost:
daniel
Wer Rächtschreipfeler ,finden tut oder falschä kommas kan, sie behaltän!