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Ordon

Anfänger

  • »Ordon« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4

Wohnort: Heiko Kirchner

Beruf: Altdeutscher Schwarzer Andere Rasse

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1

Freitag, 5. Juli 2013, 18:47

In zwei Bereichen ausbilden?

Hallo,

Ich frage mich schon seit langen ob es möglich ist einen AH in zwei Bereichen auszubilden.
Also als HGH und als Schutzhund.

Da Hunde in der Lage sind viele verschieden Befehle und Situationen zu Unterscheiden, müsste es zumindest in der Theorie möglich sein.

Hat jemand schon Erfahrungen damit gemacht?
Und was haltet ihr von dem Gedanken?

Freu mich auf eure Antworten.

Liebe Grüße Heiko

Heidi

Fortgeschrittener

Beiträge: 391

Wohnort: Nürnberg

Beruf: Altdeutscher Fuchs und Süddeutsche Schwarze

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2

Sonntag, 7. Juli 2013, 06:34

RE: In zwei Bereichen ausbilden?

Hallo Heiko,
mich würde das auch sehr interessieren, ob das jemand schon mit seinem AH praktiziert hat. Wir hatten vor einer Weile hier schon mal die Diskussion, warum der AH hütet. Diese Frage zu klären, würde auch bei der Klärung deiner Frage weiterhelfen.
Im Allgemeinen heißt es, die Motivation für "Hüten" ist der Jagdtrieb. Trifft das für den AH zu, könntest du unbesorgt im Schutzdienst ausbilden.
Ich vermute aber, nachdem was ich bei meiner Hündin und auch anderen Altdeutschen beobachte, dass sich beim AH wohl die Antriebe "vermischen" und das Hüteverhalten des AH sich auch auf den Schutztrieb zurückführen lässt.
Die Hunde greifen laut, man spricht von "bestrafen" und Furche gehen wird als "Wehren" bezeichnet, das kann damit wohl eigentlich eher dem Schutztrieb (Territorialverhalten) zugeordnet werden.
In dem Buch von Chifflard und Sehner "Ausbildung von Hütehunden" meint Chifflard auch, daß der Junghund (sinngemäß) lernen muss. die Rangfolge ist Schäfer - Hund- Schafe, was auch vermuten läßt, daß das Wehren sich eher nicht mit dem Jagdtrieb begründen läßt.
In der Praxis würde das bedeuten: Eigentlich ist der schadlose Griff weitestgehend genetisch angelegt. Ich könnte mir vorstellen, lernt der Hund beim Schutzdienst "festhalten", verdirbst du vielleicht den Griff am Schaf, weil der Hund da wahrscheinlich dann auch feshält.
Ich meine, am ehesten könnte das gutgehen, wenn man den Hund erst an der Herde ausbildet. Zeigt der Hund dann einen sauberen Griff und hat genügend Erfahrungen an Schafen gesammelt, kann man mit der Ausbildung zum Schutzhund beginnen.
Vielleicht funktioniert das aber auch von vornherein, ich bin gespannt auf die Erfahrungen und Meinungen anderer Halter.
VG Heidi
P.S. in einem älteren Beitrag hieß es, die Altdeutschen sind für den Schutzdienst wohl eher weniger geeignet, da sie zwar zupacken, aber eher nicht festhalten. Vll findest du beim Stöbern in älteren Beiträgen was dazu.
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
Platon

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heidi« (7. Juli 2013, 06:45)


CiuFio

Schüler

Beiträge: 70

Wohnort: Rahel Koller

Beruf: Andere Rasse

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3

Sonntag, 7. Juli 2013, 20:11

Hallo Heiko

Rein von der Lerntheorie her sollte das kein Problem sein. Denn der Hund ist ein "Platz"-Lerner. Auf dem einen Platz lernt er das und an einem anderen Ort etwas anderes. Deshalb gibt es ja auch die vierbeinigen Fachidioten. Auf dem Hundeplatz zeigen sie einen sensationellen Gehorsam, aber auf dem Spaziergang wollen sie nicht mehr wissen, wie sie heissen (natürlich sehr verallgemeinert und überspitzt formuliert).

Aber eben, das ist die Theorie ;)

Heidi's Ansatz, zuerst an den Schafen den Griff sauber aufzubauen und erst dann zum Schutzdienst zu wechseln, finde ich eine gute Idee.

...aber hast du dir schon mal überlegt, welche Kräfte beim Schutzdienst auf deinen Hund einwirken? Auch wenn der Helfer alles versucht mit runden Bewegungen aufzufangen. Ich kenne einen Hundeostheopathen, der jahrelang im Schutzdienst tätig war und dann damit aufgehört hatte, weil er dauernd seine Hunde wieder herrichten musste, da irgendwelche Halswirbel verschoben waren...
Liebe Grüsse
Rahel