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fistel

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21

Montag, 16. August 2010, 00:45

Ich hab ja gewusst, dass ich da falsch liegen muss. Aber anders hätt ich ned rausgefunden worin genau.
Fixieren aus dem Agressionsverhalten - nicht Jagdverhalten. Könnt passen bei dem Gesichtsausdruck. Und beim Wespen fixieren wird er auch unruhiger.
Da ist halt das Definieren mal wieder schwerer als das eigentliche Verstehen.

:prost:
Wer Rächtschreipfeler ,finden tut oder falschä kommas kan, sie behaltän!

Heidi

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22

Montag, 16. August 2010, 01:03

Wir haben auch das genze Jahr über Lämmer und auch unsere Mutterschafe trödeln die ersten Tage hinterher, das ist aber gut so, weil die Lämmer sonst leicht beim Zusammentreiben der Herde zertreten werden. Und auch diese Mutterschafe stellen sich gegen Hunde, was ich gut finde, gibt es doch hier am Stadtrand viele Spaziergänger mit freilaufenden Hunden oder Füchse, die sich auch gerne mal ein Lamm holen. Ich schicke meinen Hund weiter, im besten Fall, bevor das Mutterschaf droht.

danke @ alle, für die Antworten zu meinen Fragen

@biber
danke für die Literaturangabe!
bei deinen Videos fällt es mir schwer, was genaues über die Antriebe deines Hundes festzustellen. Aber du kennst deinen Hund und kannst sicher eher beurteilen, was ihn motiviert.
Beim 1. Video finde ich interessant, dass dein Hund gleich in den ersten Sekunden, nach einer "Konfrontation" mit einem Mutterschaf, dich anschaut, den Kopf wieder abwendet und dann gähnt. Gähnen ist ein Beschwichtigungssignal an das Gegenüber oder auch angewendet, um sich selber zu beruhigen, also bei einem inneren Konflikt.
Könnte nun sein, dass dein Hund gähnt,
weil er gefilmt wird, (denke, eher nicht, weil er den Kopf beim Gähnen wieder abwendet)
weil er sich nicht sicher ist, ob er die Sache mit dem Mutterschaf in deinem Sinne richtig gemacht hat,
oder weil er "seinen Jagdtrieb" in der Konfrontation mit dem Schaf unterdrückt hat,
oder vielleicht aus einem ganz anderen Grund?
Vielleicht hast du eine Idee dazu?
Hier, würde ich meinen, ist dein Hund eher am "Jagen" als am "Wehren" (wegen der tiefen Schwanzhaltung - mein Hund hebt den Schwanz beim lauten Angriff, aber da gibt es wieder rassespezifische Unterschiede)
Betty gähnt oft beim Hüten, v. a. nach einer visuellen "Auseinandersetzung" mit einem Schaf.

Und logischerweise ist es für die Sache egal, warum Hund was tut, Hauptsache er funktioniert und hütet, aber ich finde es einfach interessant, meinen Hund besser zu verstehen und zu wissen oder vielleicht wenigstens eine Ahnung davon zu haben, warum er wie hütet. Letztendlich denke ich, erleichtert es mir auch den Umgang mit ihm.

@fistel
deinen letzten Beitrag habe ICH nicht verstanden :D
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
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fistel

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23

Montag, 16. August 2010, 09:28

Ok, war wohl zu wenig zu ausführlich:
Das Verhalten Fixieren kommt bei Caniden in zwei Funktionskreisen vor. Beim Jagen und im Sozialverhalten (Drohen, distanzvergrößerndes Verhalten).
Äußerlich sind se kaum voneinander zu unterscheiden, aber innerlich laufen verschiedene Prozesse ab.
Das jagdliche Fixieren ist v.a. beim Hütehund selbstbelohnend (Dopamin/Adrenalin) und baut sich ohne hemmende Einflüsse gern mal zum Suchtverhalten aus. Dann fallen dem Hund Dinge wie Selbstkontrolle und dergleichen sehr schwer.
Das Fixieren aus dem Sozialverhalten ist wahrscheinlich auch dank Adrenalinausstoß etwas selbstbelohnend, wird sich aber nur schwer zu einer Sucht entwickeln.
Ich ging davon aus, dass mein Strobel ersteres zeigen würde und daher seine Arbeitsmotivation bezieht. Aber anscheinend ist es reines agonistisches Verhalten, was auch besser erklärt warum er über Stunden absolut ruhig fixieren kann.
Beim Fixieren von Wespen, Feldhasen oder Rehen hingegen findet eine jagdliche Motivation statt, was ihn weit mehr in Unruhe versetzt - bereits nach Minuten.

:prost:
daniel
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biber

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24

Montag, 16. August 2010, 11:18

@Heidi
Jagen sieht bei meinem Hund ganz anders aus, ist ernsthaft, zielgerichtet und endet immer!!! mit dem Tod der Beute wenn ich nicht unterbreche oder das gejagte Tier nicht entkommen kann.(Er ist nur zur Hälfte Altdeutsch, seine Mutter ist ein SaarloosWolfhund mit ca.20% Wolf)
Schafen und Ziegen gegenüber zeigt er,wenn unbedingt nötig, einen sauberen Nackengriff, bei dem er meist den Fang geöffnet läßt.(Auseinandersetzungen mit erwachsenen behornten Böcken werdenauf beiden Seiten heftiger geführt, da gibt es unter Bellen und Knurren manchmal auch Schrammen im Kopfbereich, obwohl es ihm ein leichtes wäre, den Bock von der Seite in die Kehle zu beissen und zu töten. Sobald der Bock aufgibt und sich abwendet, ist die Sache für meinen Hund erledigt und die Situation entspannt sich momentan.)
Das Gähnen auf dem ersten Video deute ich auch als Konflikt.Meine Handzeichen spielen dabei meiner Meinung nach keine Rolle.Der Hund will Kontakt mit den kleinen Lämmerrn aufnehmen, die Mutter hat was dagegen, ich halte mich raus und "Dingo" hat mit der Gesamtsituation ein Problem. Er versucht, mit dem Schaf zu kommunizieren, was auch nicht so wirklich klappt. Letztendlich erreicht er doch sein Ziel und darf den Hintern des Lämmchens belecken, was diesem offenbar gefällt.
Zwei Tage später hatte das Mitterschaf übrigens nichts mehr dagegen. Es hatte sich augenscheinlich mit den sonderbaren Gewohnheiten des Hundes abgefunden. Das ging so weit, dass der kleine braune Bock sich wochenlang mehr in unmittelbarer Nähe der Hunde aufhielt und nur zum Trinken zu seiner Mutter rannte.
Jetzt ist der Braune bald 5Monate alt und hat andere Interessen. Aber wenn er mit einem anderen Böckchen in Steit gerät, muß ich meinen Hund ermahnen, sich aus schafsinternen Auseinandersetzungen herauszuhalten, sonst ergreift er Partei für seinen Liebling und vertreibt den gegnerischen Lammbock

biber

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25

Montag, 16. August 2010, 11:25

@Heidi
http://www.youtube.com/watch?v=2qmajrVK-lY

hier verlassen die Zwillinge ihren komischen Onkel und gehen bei Muttern was trinken. Der Hund hält Abstand zum Mutterschaf, kurze Zeit später waren die Lämmer wieder beim Hund

Heidi

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26

Montag, 16. August 2010, 20:11

@ biber
da schleckt sich dein Hund aber schon mal das Maul, nach der davon springenden Beute :totlach:
ne - Spaß beiseite, danke für die Videos

@ fistel
jetzt hab´ ich`s verstanden, danke
VG Heidi
Ein Hund hat die Seele eines Philosophen
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Heidi

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27

Dienstag, 17. August 2010, 21:34

Nun habe ich endlich mal Zeit gefunden, die von biber empfohlene Textstelle nachzulesen und finde es zum Hüteverhalten unserer Altdeutschen elementar und von dem allgemeinen Glauben, "Hüten leitet sich aus dem Jagdverhalten ab", abweichend, dass ich´s Interessierten nicht vorenthalten will.
Finger schreibt, Ziel ist es, dem Junghund die Erfahrung zu vermitteln, dass er im Mensch-Hunde-Schafe-Rudel vor den Schafen rangiert. Dabei muss - gemäß der Rudelordnung - klargemacht werden, daß alle Schafe und Lämmer Rudelmitglieder und deshalb keine Beute sind. Sie dürfen wie rangniedere Rudelmitglieder mit dem Griff abgemahnt werden, dabei aber niemals verletzt oder getötet werden.
VG Heidi
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biber

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28

Mittwoch, 18. August 2010, 11:52

Hunde sind halt keine Hüteroboter, deshalb kann es auch einem bestens auf Schafe sozialisiertem Hund passieren, daß in einer Ausnahmesituation bei sehr temperamentvollen Hunden oder Junghunden die Sache kippt und der Hund vom Funktionskreis Sozialverhalten ins Jagdverhalten wechselt.Hier gilt, die Handlung sofort zu unterbrechen, da hierbei meist auch der Griff gewechselt und heftiger gebissen(Festbeissen, Schütteln) wird und besonders Lämmer auch getötet werden können.
Mit über Jagdverhalten ausgebildeten Hunden kann man selbstverständlich auch hüten, wenn man, noch mehr als bei der anderen Methode, exakten unbedingten Gehorsam (Unterbrechungskommando) einarbeitet und die ersten Monate den Hund an der Herde sorgfältigst überwacht.Allerdings ist hier das Restrisiko höher, wenn der Hund später ausser Sicht hinter der Herde arbeitet und sich unbeobachtet glaubt.

behrs

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29

Mittwoch, 25. August 2010, 06:53

rindertreiben!?!

Hallo, ich suche nun schon das zweite Jahr jemanden, welcher verlässlich und souverän mit seinem Hund/ Hunden in der Lage ist eine Rinderherde von A nach B zu treiben und sie auch in den Corral reinbekommt, bzw. weiter durch den Fangstand treiben kann.
Da die mir bekannten leider nur mit Schafen treiben und ich eigentlich niemanden kenne der seinen Hund freiwillig an ein Rind ranlässt, wende ich mich nun an Euer Forum!
Zu mir wird immer gesagt, dass die Rinder die Hunde platt machen- dieses kann ich nicht so ganz nachvollziehen, da ich in meiner Auslandszeit in Irland täglich mit Hunden am Rind gearbeitet habe und die Hunde die Rinder super im Griff hatten, besonders die Bullenherden ( 60 Stück) war extrem gut und sehr zeitsparend zu treiben!

Wer weiß jemanden im Landkreis Ravensburg/Sigmaringen, Baden Württemberg! Über Tipps/ Adressen wäre ich Euch sehr dankbar!
Liebe Grüße Sabine